Stiefmütterchen oder Viola?

Für mich der Duft von Frühling! Ob ein Beet, ein Blumenkasten auf dem Balkon oder ein kleiner Topf auf dem Tisch. Besonders den Engländern hat es das Stiefmütterchen angetan. Dem Wettbewerb englischer Gärtner im 18. Jahrhundert verdanken wir die Vielfalt von Formen und Farben. Sie züchteten aus der Kreuzung verschiedener wilder Stiefmütterchen aus den Vogesen und Russland das heute bekannte Stiefmütterchen „Viola tricolor”. Die Farbpalette hat sich im Laufe der Jahrhunderte sehr erweitert: Von Gelb, Weiß, Blau, Rosa bis heute zu Pastelltönen Apricot, Rosé, Lila, sattes Samt-schwarz, Burgunderrot oder Orange. Die Blütenformen variieren ebenfalls von immer größeren Blüten bis heute wieder zu den kleineren Hornveilchen „Viola cornuta”.  Wie gefallen Ihnen Orchideen-blütige Viola? Auch bei den Streifen im „Gesicht”  war man sich nicht immer einig! Lange Zeit waren sie bei den Züchtern unerwünscht. Heute sind Stiefmütterchen mit „Katzengesicht”  sehr gefragt.